Wahlkreisreise nach Hamburg

Erfahrungsbericht von Lily Teitelbaum, Stipendiatin des Internationalen Parlamentsstipendiums aus Massachusetts (USA)

Im Rahmen meines Praktikums in dem Berliner Bundestagsbüro von Herrn Rüdiger Kruse hatte ich die Möglichkeit seinen Wahlkreis in Hamburg zu besuchen. Ziel meiner viertägigen Wahlkreisreise war nicht nur die Arbeit im Wahlkreisbüro zu beobachten und mit unserer Arbeit in Berlin zu vergleichen, sondern auch die Freie und Hansestadt Hamburg besser kennenzulernen. In weniger als zwei Stunden war ich weg von Berlin und schon in der Stadt mit einem der größten Seehäfen der Welt. Aber bevor ich die Zeit hatte die beeindruckenden Schiffe des Hamburger Hafens zu erleben, ging es sofort los mit unserem ersten Termin, einem Gespräch über den Bau eines neuen maritimen Forschungsinstituts in Hamburg. Einige Tage später hatte ich auch die Möglichkeit ein Gespräch mit anderen Akteuren aus der maritimen Branche über umweltfreundliche Technologien begleiten zu können. Und noch dazu gab es genau an diesem Wochenende das größte Hafenfest der Welt, den 827. Hafengeburtstag. Ich hatte schon vorher eine Vorstellung von der großen Bedeutung der maritimen Wirtschaft für Deutschland, doch nun konnte ich es mit eigenen Augen erleben und auch viel besser verstehen, wie das Leben der Hamburger vom Wasser geprägt ist. Ein anderer interessanter Teil meiner Reise war die von Herrn Kruse durchgeführte Bürgersprechstunde, der ich zuhören konnte. Hier können sich engagierte Bürger mit Herrn Kruse über ihre Anliegen austauschen. Es war ein hochinteressantes Erlebnis, Politik auf lokaler Ebene zu erfahren. Doch den größten Teil meiner Zeit verbrachte ich nicht im Büro! Über die ganze Stadt zerstreut gibt es viele Museen, Kirchen, Denkmäler und andere Sehenswürdigkeiten. Als ich durch die Stadt schlenderte, wurden mir die vielen Kulturprojekte bewusst gemacht, die mit Unterstützung von Herrn Kruse durch eine Bundesfinanzierung realisiert worden waren. Im Büro trifft sich Herr Kruse persönlich mit vielen in der Kultur aktiven Leuten, wie zum Beispiel Direktoren von Museen, Intendanten von Theatern, unter anderem um über hoch kreative und interessante Kulturprojekte zu diskutieren. Es war für mich besonders schön, das Endergebnis dieser Gespräche aus erster Hand zu erfahren. Außerdem spielte Kunst immer eine wichtige Rolle in meiner Familie: mein Großvater und mein Vater waren einst Tänzer, und meine Großmutter, Mutter und Tante waren alle Malerinnen. Insgesamt hat Hamburg meine Erwartungen übertroffen. Besonders der Hafen, der schöne Erinnerungen an Boston Harbor wachrief, den Hafen in meinem Bundesstaat Massachusetts. Herr Kruse hat auf jeden Fall einen sehr schönen Wahlkreis und sein Team hat keine Mühe gescheut, mir die Besonderheit des Wahlkreises näherzubringen. Ich bin dafür sehr dankbar.