Privattheatertage in Hamburg – neues Theaterfestival dank Haushaltsmitteln des Bundes

Die Privattheatertage als erstes bundesweites Festival der privaten Theater brachten vom 1. bis 9. Juni hervorragende Theaterproduktionen in die Hansestadt. Gezeigt wurden Kunststücke von zwölf privaten Bühnen aus ganz Deutschland, die im Vorfeld des Festivals von Jurys in drei Kategorien – Drama, Klassik und Komödie – ausgewählt wurden.

Nicht zufällig ist die Idee der Privattheatertage in Hamburg zur Welt gekommen. Denn in keiner deutschen Stadt sind zur Zeit mehr Privattheater zu finden. Deswegen lag es auch nahe, dass die Idee zum ersten Mal hier ins Leben gerufen wurde.  Ermöglicht wurde dies dank des Beschlusses des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, der dafür Mittel in der Höhe von 500.000 Euro bewilligt hat. Hier konnte Rüdiger Kruse seine Ausschusskollegen davon überzeugen, dass Zugang zur Kultur für jeden Bürger möglich sein sollte. Die Privattheater spielen dabei eine wichtige Rolle. Schließlich gibt es davon in Deutschland ca. 280, die Anzahl der öffentlich getragenen Theater beträgt etwas mehr als die Hälfte davon.

Die ersten Privattheatertage haben alle Erwartungen übertroffen. Dies belegt auch die Zahl der 4 000 interessierten Zuschauer. Dafür hat sich vor allem der Intendant der Kammerspiele, des Altonaer Theaters und des Harburger Theaters Axel Schneider verdient gemacht, nicht zuletzt aber auch die teilnehmenden Ensembles. Einen Einblick in die Atmosphäre des Festivals können Sie im oben stehenden Kurzfilm erleben.