Olympia in Hamburg – Chance für Deutschland

Parteiübergreifendes Engagement für Hamburg – zu welchem Anlass könnte dies wichtiger sein als bei der Bewerbung der Hansestadt um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024? In einem Referendum am 29. November 2015 werden die Hamburger darüber abstimmen, ob sie eine Bewerbung ihrer Stadt unterstützen.

Um die Chancen einer Austragung für Hamburg und Deutschland aufzuzeigen hatte der Eimsbütteler Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse den Senator für Inneres und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg, Michael Neumann (SPD), zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen. Die Runde am 15. Juli 2015, die allen Hamburgern offenstand, trug den Titel „Olympia in Hamburg – Chance für Deutschland“. Mit der Center Court Lounge im Tennisstadion am Rothenbaum hatte Rüdiger Kruse einen passenden Rahmen gefunden.

Zu Beginn erläuterte Senator Neumann die Phase der nationalen Bewerbung, an deren Ende sich Hamburg gegen die Hauptstadt Berlin durchsetzen konnte. Nun gelte es, gegen Konkurrenten wie Boston, Rom oder Paris ein überzeugendes Konzept vorzulegen. Dieses werde derzeit in der Stadt erarbeitet. Dass es sich dabei um eine gesamtdeutsche Aufgabe handelt, wird an der Beteiligung des Bundes an den Bewerbungskosten Hamburgs sichtbar. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte im Mai 2015 insgesamt 30 Millionen Euro dafür beschlossen. „Dies war ein wichtiges Signal der Abgeordneten“, so Rüdiger Kruse, der an dem Beschluss im Haushaltsausschuss maßgeblich beteiligt war.

Rüdiger Kruse weiter: „Bei einer Austragung der Spiele in Hamburg ist es wichtig, dass der lokale Breitensport profitiert. Hier ist Hamburg bereits gut aufgestellt, die Dimension Olympische Spiele ist allerdings eine hervorragende Gelegenheit, dies weiter zu verbessern. So kommt es bereits jetzt zu einer Sanierung von Sportstätten in der Stadt.“

Im Gespräch zwischen Rüdiger Kruse und Michael Neumann wurde deutlich, welche Möglichkeiten sich für die Stadt bei einer Austragung der Olympischen Spiele ergäben. So seien die Spiele zwar kein Stadtentwicklungsprogramm, sondern in erster Linie ein Fest des Sportes. Allerdings sei allen Beteiligten klar, dass eine erfolgreiche Bewerbung zu größeren städtebaulichen Maßnahmen führen wird. „Die Stadt erhält damit die Möglichkeit, gewisse Infrastruktur-Projekte, die ohnehin hätten umgesetzt werden müssen, vorzuziehen und anlässlich der Olympischen Spiele zu bauen“ so Kruse. „An der Finanzierung wird sich auch der Bund beteiligen“.

Zentral sei die Nachhaltigkeit der Spiele. Die großen olympischen Spielstätten, so die bisherigen Planungen, sollen nach dem Ereignis zurückgebaut werden, für die kleineren Wettkampfarenen ist eine Nachnutzung durch die Hamburger Sportvereine vorgesehen.

In der Diskussion mit den Bürgern wurden alle offenen Fragen beantwortet. Viele Gäste waren begeistert von der Vorstellung, Olympische Spiele in ihrer Stadt zu erleben. Die Finanzierung müsse allerdings, so der einhellige Tenor, transparent und von Beginn an realistisch sein. Man spürte, die Hamburger sind „Feuer und Flamme“ für Olympische Spiele in ihrer Stadt. Zudem wurde deutlich, dass die Austragung des Sportfestes eine Chance für ganz Deutschland ist.

 

Foto: PublicAdress Presseagentur