Öffentliche Anhörung – Museum der Moderne in Berlin

Am 2. Februar informierten sich die Mitglieder des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages über die geplante Errichtung eines Museums für die Kunst des 20. Jahrhunderts in Berlin. Wie bereits berichtet, hatte der Haushaltsausschuss im November auf Initiative der beiden für Kultur zuständigen Haushälter Rüdiger Kruse und Johannes Kahrs für dieses Projekt in den kommenden Jahren 200 Millionen Euro bereitgestellt.

Zu der öffentlichen Anhörung hatte sich der Haushaltsausschuss verschiedene Experten, wie die zuständige Senatsbaudirektorin der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz, den Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, einen Vertreter eines Architekturbüros und einen Vertreter des Bundesrechnungshofs eingeladen. Selbstverständlich waren auch die Kunstsammler gekommen, die der Stadt Berlin durch ihre großzügigen Schenkungen die Ausstellung einer so herausragenden Sammlung überhaupt erst ermöglichen.

„Mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses konnte das Bangen um die angebotene, aber keineswegs sichere großzügige Schenkung durch das Berliner Sammler-Ehepaar Pietzsch beendet werden. Durch die enge Zusammenarbeit auf Bundes- und Landesebene ist hier ein Akzent mit internationaler Ausstrahlung gesetzt. Das Parlament wird seiner Verantwortung gerecht und die Planungen für das Museum der Moderne kontinuierlich begleiten“, so Rüdiger Kruse.

Die Experten erläuterten in ihren Statements jeweils die aus ihrer Sicht zu beachtenden Standpunkte bei der Planung und Vorbereitung des Museumsbaus. Auch die verschiedenen Varianten zum Bauort wurden noch einmal dargelegt und von den Abgeordneten erfragt. Als Resümee dieser ersten Expertenrunde kam eindeutig die große Freude aller daran Beteiligten zum Ausdruck, dass die jahrelange Diskussion über die eventuelle Möglichkeit eines Museumsbaus nun endlich vorbei ist. Das Museum der Moderne wird in Berlin gebaut und mit seinen herausragenden Sammlungen der Kunst des 20. Jahrhunderts ganz sicher internationale Beachtung finden.