Israelischer Botschafter besuchte Hamburg

Auf Einladung des Eimsbütteler Bundestagsabgeordneten, Rüdiger Kruse, kam der israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, am 03. September 2012 nach Hamburg. Mit diesem Besuch wurde die von Rüdiger Kruse initiierte Reihe „Botschafter zu Besuch in Eimsbüttel“ nun fortgesetzt.  Damit soll Hamburgs internationaler Ruf gestärkt und der Standort „Tor zur Welt“ gefestigt werden. Mit der Annahme der Einladung von Rüdiger Kruse setzte der israelische Botschafter ein deutliches Zeichen für Hamburg, nachdem er erst im März 2012 in Deutschland akkreditiert wurde.

Erster Besuchspunkt war die Firma Sharp Electronics (Europe) GmbH in der Sonninstraße.

Hier ging es speziell um das Thema Solarenergie, Israel gehört zu den Ländern mit der höchsten Anzahl von Sonnentagen im Jahr und ist somit prädestiniert für eine Vorreiterrolle bei der Nutzung dieser erneuerbaren Energieart.

Rüdiger Kruse, als engagierter Verfechter der Nutzung erneuerbarer Energien, war sich mit seinem israelischen Gast darin einig, die Solarenergie sollte in Israel in den kommenden Jahren eine stärkere Rolle übernehmen.

Anschließend besuchte die Delegation die Dekom AG im Eimsbütteler Kellerbleek. Diese Firma vertreibt Produkte des israelischen Experten für Videokonferenz- und Telepräsenzlösungen Radvision, einer Tochterfirma der Avaya Company. Radvision gehört zu den führenden Produzenten auf dem Weltmarkt.

Danach ging es zum Grindel in die Joseph-Carlebach-Schule.

Der Botschafter sprach mit rund 120 Bürgern, Gemeindemitgliedern und Gästen aus Wirtschaft, Religion und Politik in der jüdischen Joseph-Carlebach-Schule. Kontrovers diskutiert wurde unter anderem die Bedrohung Israels durch den Iran. So machte der Botschafter klar, dass durch den Iran eine ernste Bedrohung für sein Land ausgehe. Israel benötige daher die Mittel, um sich zu verteidigen. Daneben berichtete Yakov Hadas-Handelsman von den innenpolitischen Entwicklungen in Israel und dem wirtschaftlichen Aufschwung, der vor allem der High-Tech-Industrie zu verdanken sei.

Dazu Rüdiger Kruse, MdB: „Häufig lesen und hören wir in den Nachrichten nur die konfliktreichen Geschichten aus Israel. Die positiven Aspekte des Landes, wie die wirtschaftliche Entwicklung und die kulturelle Vielfältigkeit, bleiben zu häufig außen vor. Deshalb freut es mich, dass Seine Exzellenz, der Botschafter, meiner Einladung nach Hamburg gefolgt ist und den Zuhörern einen Eindruck von der Vielfältigkeit Israels geben konnte. Israel ist so wie Deutschland: Nicht perfekt, aber ein Land der Freiheit und der Rechtsstaatlichkeit, wo jeder seine Meinung frei sagen kann. Das ist wertvoll, das muss gemeinsam verteidigt werden.“