Internationales Parlamentsstipendium – Andrija Pajovic aus Serbien

Bereits zum 6. Mal hat Rüdiger Kruse einem jungen Stipendiaten, der sich um ein Internationales Parlamentsstipendium im Deutschen Bundestag beworben hat, die Gelegenheit zur Mitarbeit in seinem Bundestagsbüro gegeben. In den letzten Jahren waren im Büro von Rüdiger Kruse Stipendiaten aus Aserbaidschan, Litauen, Kroatien, Russland und der Slowakei. Der ehemalige slowakische Stipendiat ist der jetzige wissenschaftliche Mitarbeiter von Herrn Kruse, Michal Petrik. Das ist aber nicht das Ziel dieses Stipendiums. In der Regel gehen die Stipendiaten wieder zurück in ihre Heimatländer und arbeiten dort oft in internationalen Einrichtungen oder Unternehmen. Dieses Programm des Deutschen Bundestages startete 1986 mit 11 jungen Stipendiaten aus den USA. In diesem Jahr sind es 116 junge Akademikerinnen und Akademiker aus 35 Ländern, die vom März bis Juli den Deutschen Bundestag mit ihrer kulturellen Vielfalt bereichern. Die jungen Leute haben alle ein abgeschlossenes Studium und müssen sehr gute Deutschkenntnisse haben. Nach der Bewerbung über die deutschen Botschaften in den jeweiligen Heimatländern gibt es eine ganze Reihe von Auswahltests und Bewerbungsgesprächen, u. a. auch mit Bundestagsabgeordneten. Sie reisen zur Auswahl in die entsprechenden Länder. Das Ziel dieses Stipendiums ist, den Absolventen innerhalb von 5 Monaten einen Einblick in das deutsche Parlamentsgeschehen zu vermitteln und in vielen gemeinsamen Veranstaltungen der Stipendiaten auch den demokratischen Umgang miteinander zu pflegen. Gerade im vergangenen Jahr hatte es unser russischer Stipendiat gegenüber den ukrainischen Parlamensstipendiaten nicht immer ganz einfach. Das war ein Lehrstück gelebter Toleranz und gegenseitiger Achtung in vielen gemeinsamen Diskussionen der Stipendiaten. Für Rüdiger Kruse und sein Team ist die Zusammenarbeit mit den jungen Stipendiaten, sie dürfen nicht älter als 30 Jahre sein, stets eine Bereicherung. Auch in diesem Jahr wird der Stipendiat einige Tage im Wahlkreis von Rüdiger Kruse, in Eimsbüttel, verbringen. Der Aufenthalt im Wahlkreis des jeweiligen Abgeordneten gehört zum festen Programm aller Stipendiaten. Auch der „Stipendiatenabend“, meistens in der großen Halle des Paul-Löbe-Hause, ist so ein fester Programmpunkt. Alle Stipendiaten stellen sich und ihr Land an einem kleinen Stand vor, meistens mit Unterstützung der jeweiligen Botschaft, aber auch mit kulinarischen, selbstgemachten Spezialitäten des Heimatlandes. Partner des Programms sind die Humboldt-Universität, die Freie Universität und die Technische Universität. Dort können die Parlamentsstipendiaten Vorlesungen besuchen.