Internationales Parlamentsstipendium 2017

Der nun schon 8. Stipendiat dieses Programms, an dem sich Rüdiger Kruse jedes Jahr beteiligt, kommt aus Moskau. Er stellt sich jetzt gern selbst vor:

In diesem Sommersemester habe ich die Möglichkeit bekommen, am „Internationalen Parlamentsstipendium“ (IPS-Programm) teilzunehmen. Es ermöglicht aktiven jungen Menschen aus ungefähr 35 Ländern im Büro eines oder einer Abgeordneten zu arbeiten. In Moskau habe ich Politikwissenschaften studiert. Den Einstieg in den Beruf begann ich mit dem Praktikum in einer der weltweit bekanntesten Denkfabriken „Carnegie Endowment for International Peace“. Da habe ich in einem Team die Empfehlungen für Russland gegen Probleme der auf Ressourcen basierten Wirtschaftsentwicklung erarbeitet. Danach fing ich meinen Master in VWL an der Freien Universität zu Berlin an.  Nachdem ich das erste Semester abgeschlossen habe, begann das IPS-Programm, in dem ich jetzt herausfinden will, wie die deutsche Wirtschaftspolitik bestimmt und die deutschen Staatsfinanzen behandelt werden.  Zu meinem Glück gehören Haushalt und nachhaltige Entwicklung zum Bereich vom Herrn Kruse. Anschließend möchte ich noch vier Sachen nennen, über die ich mich besonders freue. Erstens bin ich ganz froh, dass ich im Büro nicht zu einem Barista werden sollte. Das ist die Angst aller Praktikanten, und es ist schön, dass es kaum das IPS-Programm betrifft. Zweitens finde ich toll, dass man schon am Anfang des Praktikums mit den Aufgaben nicht überfordert ist, so dass ich mich akkurat, aber ständig, in die Arbeit vertiefen kann. Und drittens herrscht hier im Büro eine Atmosphäre des totalen Vertrauens, was keine Unklarheiten bleiben lässt. Und viertens freue ich mich darauf, dass ich auch später den Wahlkreis meines Abgeordneten in Hamburg besuchen werde. Einerseits ist natürlich interessant, wie eine maritime Wirtschaft erfolgreich funktioniert. Zu solchen Argumenten kommt andererseits noch eine kindliche Erfahrung hinzu: als Kind war ich von den Schiffen begeistert und habe sogar kleine Schiffmodelle gebastelt.

Wladimir Grigoriew, IPS-Teilnehmer aus Russland, 22 Jahre