100 Millionen Euro mehr für Kultur

In den Haushaltsberatungen zum Haushalt 2013 konnten die beiden Berichterstatter für Kultur im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, Rüdiger Kruse (CDU) und Jürgen Koppelin (FDP), zusätzliche Mittel für Kultur in Höhe von 100 Mio. Euro durchsetzen. Dies sei, so die beiden Haushälter, „Ausdruck der hohen Wertschätzung für Kultur, die die Abgeordneten der christlich-liberalen Koalition eben nicht nur in Reden ausdrücken, sondern auch ganz konkret mit umfangreicher finanzieller Förderung bezeugen.“

 Einzelne Projekte sind unter anderem:

Einen großen Platz nimmt das Denkmalsonderprogramm ein. Mit zusätzlichen 31 Mio. Euro werden in der ganzen Republik Denkmäler saniert und damit für die weitere Nutzung gesichert.

Mit 7 Mio. Euro Bundesförderung wird die Sanierung des Mahnmals St. Nikolai in Hamburg unterstützt. Damit können schwere Schäden an Hamburgs zentralem Erinnerungsort für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft beseitigt werden.

Die für die Klassik Stiftung Weimar vorgesehenen Mittel werden um 750.000 Euro erhöht. Somit stehen im Jahr 2013 für die Aufgaben der Stiftung 9,84 Mio. Euro an Bundeszuwendung zur Verfügung.

Die Förderung für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland wurde um ein Jahr verlängert. Dadurch können 2013 in den neuen Ländern weitere 4 Mio. Euro für Investitionen in kulturelle Infrastruktur ausgegeben werden.

Für den notwendigen Umzug des Alliierten Museums Berlin auf das Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof sowie für die Projektarbeit der Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur im Bezug auf den 60. Jahrestag des Volksaufstandes gegen die kommunistische Diktatur hat der Haushaltsausschuss zusätzlich jeweils 500.000 Euro beschlossen.

Aber nicht nur Erinnerung und Zeugnisse der Vergangenheit profitieren.

Die Kulturstiftung des Bundes wird mit zusätzlichen knapp 5 Mio. Euro in die Lage versetzt, mehr innovative Projekte bundesweit zu fördern. Davon profitiert auch der Fonds Darstellende Künste mit 600.000 Euro und somit die freie Theater- und Tanzszene in ganz Deutschland.

Mit 10 Mio. Euro wird die Sanierung und Modernisierung des Haus der Kulturen der Welt in Berlin ermöglicht. „Für mich ist das Haus der Kulturen der Welt der ideale Ort um für die Gesellschaft einen Denkraum zu bieten, wo unabhängig von aktueller Tagespolitik politische und kulturelle Themen in Tagungen, Kongressen und Ausstellungen thematisiert werden können. Die direkte Nachbarschaft zu Bundestag und Kanzleramt macht es besonders attraktiv,“ so Rüdiger Kruse.

Die Koalition hat eine Erhöhung der Filmförderung um 10 Mio. auf 70 Mio. Euro beschlossen. Dies stärkt den Filmstandort Deutschland, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Filmwirtschaft und ermöglicht, das erhebliche kulturelle Potenzial der Filmbranche zu nutzen.

Im Bereich Film wurde auch das Förderprogramm für die Digitalisierung der Kinos um 2 Mio.Euro erhöht. Damit kann mehr kleinen Kinos der Umstieg auf die neue Technik erleichtert  und somit eine Zukunft ermöglicht werden.

Ein großes Projekt wurde auf den Weg gebracht, die Barenboim-Said Akademie in Berlin. Hierzu Jürgen Koppelin: „Junge Künstler aus Israel und Palästina lernen und musizieren zusammen. Das Projekt leistet einen großen Beitrag zu mehr Verständigung in der Region Israel/Palästina und fördert die Versöhnung.“

Neu geschaffen wird ein Spielstättenpreis , mit dem die Initiative Musik bundesweit die Clubszene und deren künstlerisch wertvolle Veranstaltungen fördern wird.

Im Jahr 2013 wird sich der Bund auch an der Förderung der deutschen Tanzproduktionen im Rahmen eines vom Dachverband Tanz getragenen  Förderprogramms finanziell beteiligen.

Erneut gefördert wird das Jüdische Museum. Jürgen Koppelin erläutert: „Das Jüdische Museum Berlin ist ein großer touristischer Anziehungspunkt geworden. Es bildet und informiert über jüdisches Leben in Deutschland. Der Zuspruch, besonders auch bei ausländischen Touristen, ist von Jahr zu Jahr sehr stark gestiegen.“

Der 2012 erstmals veranstaltete erfolgreiche Privattheaterpreis wird auch 2013 weiter gefördert. Damit wird erneut ein sehr belebender Impuls für die unverzichtbaren privaten Theater gesetzt.

Rüdiger Kruse stellt abschließend fest: „Die bürgerliche Regierung übernimmt Verantwortung für die kulturelle Zukunft und das kulturelle Erbe gleichermaßen, sie stellt zusätzliche Mittel bereit und setzt damit ein besonderes Signal, das in Europa einzigartig ist.“