Am 16. Juni war es soweit. Rüdiger Kruse füllte im Beisein einer Eimsbütteler Besuchergruppe Erde aus seinem Wahlkreis in das Kunstwerk von Hans Haacke „Der Bevölkerung“ ein. Diese Erde hatte er am 31. Mai mit einigen Helfern in verschiedenen Teilen Eimsbüttels gesammelt und in den Jutesäcken des Deutschen Bundestages nach Berlin gebracht. (Zum Artikel)
Die Besuchergruppe hatte sich gemeinsam mit Rüdiger Kruse im nördlichen Innenhof des Reichstages versammelt. Eine Referentin des Kunstbeirats des Deutschen Bundestages erläuterte den Hamburgern die Idee des Künstlers Hans Haacke: Jeder neu gewählte Abgeordnete füllt einmalig Erde aus seinem Wahlkreis in die mit Holzbohlen eingefasste Fläche. So wird auf die Zusammengehörigkeit der verschiedenen Regionen Deutschlands hingewiesen, aber auch die jeweilige Einzigartigkeit betrachtet.
Rüdiger Kruse fand es spannend, einmal selbst Kunst – Akteur zu sein. Als Berichterstatter für Kultur und Medien des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages beschäftigt er sich sehr viel mit den verschiedensten Kunst-Genres, aber meistens eben vorrangig mit den finanziellen Aspekten.
Zur Einbringung der Erde bat er die älteste Teilnehmerin und den jüngsten Teilnehmer der Berlin-Fahrt um tatkräftige Unterstützung. Stellvertretend für alle Eimsbütteler schütteten sie unter dem Beifall der Besuchergruppe die Hamburger Erde in die Fläche.
Dieses Kunstprojekt wird gärtnerisch nicht betreut und so entstand seit dem Jahr 2000 ein einzigartiges Biotop mit über 100 Pflanzen- und Tierarten, die sich aus den eingebrachten Erden entwickelten.
Unter www.derbevoelkerung.de kann die jahreszeitliche Veränderung dieser Kunst-Installation beobachtet werden und bald wird man am rechten Rand kleine Eimsbütteler Pflanzen sehen.
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