50 Jahre Elysèe-Vertrag

 – „Es ist ein so gutes Gefühl, mit den französischen Kollegen so selbstverständlich Europäer zu sein!“

Diese Twitter-Nachricht sendete Rüdiger Kruse während der Festveranstaltung im Paul-Löbe-Haus anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysèe-Vertages am 22. Januar 2013.

In diesem Moment saß er gemeinsam mit deutschen und französischen Parlamentariern an einem großen runden Tisch in der Halle des Paul-Löbe-Hauses. Als Rüdiger Kruse seinem französischen Tischnachbarn mitteilte, dass er aus Hamburg kommt, kommentierte dieser sofort: „Hamburg? ah, Brahms“, wie schön, diese Assoziation.

Es ist 50 Jahre her seit der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Präsident General Charles de Gaulle diesen Vertrag unterzeichneten. Beide konnten damals nur hoffen, dass dieses Dokument einmal Grundlage einer deutsch-französischen Freundschaft werden kann. Eine Freundschaft zwischen den Menschen beider Länder, die nicht nur zwei Regierungschefs vereinbaren, sondern eine Freundschaft, die täglich gelebt wird. Beide Völker haben in den Weltkriegen so viel Leid erlebt und doch gab es die Hoffnung, diese Erinnerung zu bewahren und aufeinander zuzugehen.

Heute, nach 50 Jahren, sind unsere beiden Länder in einem vereinten Europa wichtige Akteure des europäischen Gedankens.

Bei den Ansprachen im Plenarsaal des Deutschen Bundestages erinnerten sowohl Francois Hollande als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel an die gemeinsame Geschichte, an die allmähliche Annäherung bis daraus eine Freundschaft wurde, die auf gegenseitiger Achtung und auf gegenseitigem Vertrauen basiert.